Mit dem Agenten arbeiten

Das Gespräch ist keine Auskunft. Der Agent hat denselben Zugriff auf die Daten deiner Firma wie du, und er erledigt die Arbeit direkt — legt Datensätze an, startet Abläufe, liest deine Dokumente.

Zwei Modi

Der Schalter über dem Eingabefeld hat zwei Stellungen, und sie entscheiden, was der Agent anfassen darf.

Cowork — mit deinen Daten arbeiten. Einen Kunden anlegen, Rechnungen finden, einen Ablauf starten, eine Frage aus euren Dokumenten beantworten. Das ist die Voreinstellung, und hier verbringst du deine Zeit.

Extend — Apps bauen und ändern. Ein Verzeichnis ergänzen, das eure Firma braucht, einer bestehenden App ein Feld geben. Hier ändert der Agent die Struktur deines Arbeitsbereichs, nicht seinen Inhalt.

Die Trennung ist Absicht: In Cowork kann er deinen Arbeitsbereich nicht versehentlich umbauen, weil er die Werkzeuge dafür gar nicht hat. Wechsle, wenn du das willst — vorher nicht.

Er handelt als du

Alles, was der Agent tut, tut er unter deinem Namen und mit deinen Rechten. Einen Datensatz, den du nicht sehen darfst, sieht er auch nicht; einen, den du nicht ändern darfst, ändert er nicht.

Das heißt auch: Zwei Leute können auf dieselbe Frage zu Recht verschiedene Antworten bekommen. Deine ist die, die auf das gefiltert ist, was du wissen darfst.

Wie weit er allein geht

Das entscheidet der zweite Schalter, unter dem Eingabefeld: Ask & Plan plant, ohne etwas anzufassen, Build arbeitet und fragt vor den folgenreichen Schritten, Auto fragt nicht. Siehe Ask & Plan, Build, Auto und Wenn der Agent fragt.

Einen guten Auftrag schreiben

Sag, was du willst und wozu, und benenne die Sache: „Leg Meyer GmbH als Kunden an — Ansprechpartnerin Anna Weber, anna@meyer.test — und richte ein Projekt für den Website-Relaunch ein."

Lang ist in Ordnung. Vage ist teuer: „mach mal die Rechnungen" zwingt den Agenten zum Raten, und er rät anders als du. Wenn der Auftrag lang wird, sprich ihn lieber, statt ihn zu tippen — siehe Diktieren statt tippen.

Der Rest dieses Kapitels