Prozesse, die von allein laufen

Ein Schritt kann dem Agenten gehören:

## 2 · Wichtigkeit einschätzen
- type: agent
- prompt: Lies den Kunden aus data.record. Schätze anhand von Branche, Ort und Größe ein, wie wichtig er für uns ist — A, B oder C — und schreib den Buchstaben nach data.relevance und einen Satz Begründung nach data.reasoning.

Erreicht der Lauf diesen Schritt, startet der Agent. Niemand drückt etwas.

Wo er arbeitet

In einer eigenen Session, benannt nach dem Prozess. Sie entsteht, wenn der Agent zum ersten Mal einen Schritt davon ausführt, und jeder weitere Lauf dieses Prozesses passiert dort.

Es ist eine gewöhnliche Cowork-Session. Sie steht in deiner Sessionliste, sortiert nach letzter Aktivität — ein Prozess, der gerade gestartet ist, steht also oben. Du kannst mitlesen, nachfragen oder übernehmen. Löschst du sie, legt der nächste Lauf eine neue an.

Jeder Lauf beginnt damit, warum er da ist:

Der Prozess „Neukunden einsortieren" läuft. Gestartet, weil „Nordwind GmbH" angelegt wurde.

Ein Lauf ist ein Turn in dieser Session. Zwei Läufe desselben Prozesses stellen sich hintereinander an — sie arbeiten an denselben Daten und dürfen sich nicht überholen. Verschiedene Prozesse haben verschiedene Sessions und laufen nebeneinander.

Wie weit er gehen darf

Das sagt der Prozess in seinem Kopf:

x-kyte/agent: auto

Die Stufen sind dieselben wie beim Schalter unter dem Eingabefeld:

Stufe was sie hier bedeutet
ask nur lesen. Der Agent darf schauen und berichten, es ändert sich nichts.
build der Standard. Alles Folgenreiche hält an und fragt — richtig für einen Prozess, dem jemand zusieht, falsch für einen, der nachts läuft.
auto handelt in euren eigenen Daten ohne Rückfrage. Was euer System verlässt — ein Formular auf einer fremden Website abschicken — fragt trotzdem.

Ohne auto hält jede Automatisierung beim ersten Schreibvorgang an und wartet auf einen Klick. Mit auto handelt der Agent weiterhin als du: einen Datensatz, den deine Rollen nicht anfassen dürfen, fasst er nicht an.

Wenn er nicht fertig wird

Dann wird nichts abgehakt. Der Schritt bleibt offen, sagt, dass der Agent dran war, und verlinkt die Session, in der du nachlesen kannst, was schiefging. Ein Mensch kann jederzeit übernehmen — dafür ist der Knopf Erledigt da.

Ist gar kein Agent eingerichtet, ist der Schritt einfach gewöhnliche Arbeit und wartet auf jemanden.

Woran er kommt

An dieselben Werkzeuge wie im Chat: die Datensätze eurer Apps, Aufgaben, die Daten des Laufs. Zwei davon sind für einen Prozess entscheidend:

  • processes_write_run_data — was der Schritt herausgefunden hat, in den Lauf geschrieben, damit spätere Schritte und Entscheidungen es lesen können
  • processes_complete_step — den eigenen Schritt abhaken

Das ist es, was eine Kette ergibt: Schritt eins schreibt data.relevance, Schritt zwei liest es, Schritt drei übergibt das Ergebnis als Aufgabe an einen Menschen.

Ein Beispiel, das durchläuft

Die Beispielfirma bringt eines mit — Neukunden einsortieren. Es startet, wenn im CRM ein Kunde angelegt wird, und niemand fasst es an:

  1. Wichtigkeit einschätzen — liest den neuen Kunden, schreibt A, B oder C samt einem Satz Begründung in die Daten des Laufs
  2. Einschätzung ins CRM eintragen — setzt den Buchstaben beim Kunden
  3. Erstkontakt an einen Menschen übergeben — legt die Aufgabe an, mit der Begründung als Beschreibung

Drei Agent-Schritte, ein Auslöser, x-kyte/agent: auto im Kopf. Leg einen Kunden an und sieh zu, wie die Session in deiner Liste auftaucht.